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1991
Rainer Scholtz weiß sich von Gott geführt und reist im September nach La Paz, um das Leben von Straßenkindern in der Andenmetropole zu dokumentieren. Begegnung mit der Lehrerin Angelica Rua, die mit wenigen Mitteln Straßenkindern und obdachlosen Jugendlichen zu helfen versucht.
1992
unter dem Eindruck des Bibelwortes „seid nicht nur Hörer des Wortes, sondern auch Täter“ (Jakobusbrief 1,22) wird im Mai die Soforthilfe La Paz e.V. als christliche Initiative zur Hilfe notleidender Kinder und Familien in La Paz, in das Vereinsregister von Maulbronn eingetragen und als gemeinnützig anerkannt.
Gründungsmitglieder sind: Rainer und Birgit Scholtz, Bernd Schulze, Albrecht Englert, Joachim Mall, Jürgen Mauer und Dr. jur. Günter Griebel
1992 – 1993
unterstützt die SH finanziell den straßenmissionarischen Dienst von Angelica Rua. Straßenspeisungen, gottesdienstliche Versammlungen und evangelistische Einsätze sind Inhalte dieser Arbeit.
1994 - 1995
Frau Rua folgt dem Ruf in die Außenmission und übergibt im Januar 94 die Arbeit in die Hände des Buchhalters Walter Garron Carranza. Unter seiner Leitung wird das Angebot der Soforthilfe – Arbeit beträchtlich erweitert: Straßensozialarbeit, Seelsorge, medizinische Ambulanz, Bibelunterricht und regelmäßige Speisungen sind die Eckpunkte der Arbeit. Ein Team einheimischer Christen ermöglicht diesen Dienst, der von Deutschland aus finanziert wird.
1995 – 1996
übergibt Walter Garron die Leitung des Dienstes in die Hände des Zahnmediziners Vladimir Mendoza. Zusammen mit seiner Mutter beginnt er einen Heimbetrieb für obdachlose Kinder.
1997
im April wird die damals 29-jährige Anouschka Putschky nach Lateinamerika entsendet. Die Krankenschwester und Absolventin eines zweijährigen theologischen Seminars, wird mit der Leitung und Restrukturierung der Soforthilfe - Arbeit in La Paz betraut. Im Juli beginnt sie ihren Dienst in La Paz. Die auf sie wartende Arbeit ist umfangreich: weitere Mitarbeiter sollen gewonnen, die medizinische Versorgung sichergestellt, Speisungen durchgeführt und Ressourcen für weitere Hilfe ausgelotet werden.
1998
Anouschka Putschky heiratet Ostern den Chilenen Juan Soza. Er ist der erste Angestellte der Soforthilfe. Beide arbeiten an verschiedenen Brennpunkten der Stadt. Besuche von Kindern in den Gefängnissen und im Krankenhaus. Im Auftrag der SH veranlassen die Sozas die wichtigsten medizinischen Behandlungen und organisieren die Speisung etlicher obdachloser Kinder und Erwachsener in den Straßen der Stadt.
Im August wird von A. Putschky de Soza und J. Antezana ein Konzept zum Aufbau eines umfassenden Hilfsprogramms entwickelt und von den bolivianischen Behörden anerkannt.
Es umfasst vier Kernpunkte:
- Kontaktaufnahme mit Kindern auf der Straße
- Unterhaltung eines Kontaktzentrums als Anlaufstelle mit medizinischer Ambulanz
- Rehabilitation von Kindern in einem von der SH geführten Heim
- Wiedereingliederung in die eigene Familie oder Integration in Pflegefamilien
Im gleichen Monat erwirbt die SH ein 11.000m2 großes Grundstück, auf dem ein Heim zur Rehabilitation von Straßenkindern errichtet werden soll. Doch das ist noch Zukunftsmusik.
Im Laufe des Jahres wird intensiv die Straßensozialarbeit weiterentwickelt. Dazu gehört die umfassende seelsorgerische Betreuung und Begleitung von schwangeren Mädchen bis hin zur Niederkunft mit Klinikaufenthalt.
1999
im Herbst wird in der Innenstadt ein Kontaktzentrum eröffnet. Hier erhalten Straßenkinder und obdachlose Jugendliche neben einer Suppe auch psychologische und geistliche Hilfestellung.
Im November entsendet die SH - für zwei Jahre befristet - Franco und Ilona Flasbart aus Hannover nach La Paz. Franco ist Bauschlossermeister und soll die Planung des Rehabilitationsheimes in die Wege leiten. Doch bald wird deutlich, dass in Bolivien mit größerer Geduld geplant und gebaut wird, als es in Deutschland der Fall ist. Als klar wird, dass der vorgesehene Zeitrahmen nicht ausreicht, um ein solches Bauprojekt auf den Weg zu bringen, beendet Franco seinen Dienst bei der SH.
2000
werden Baupläne für ein Rehabilitationsheim entworfen und Kosten berechnet, aber es bleiben noch einige große Hürden zu nehmen: Probleme der Grundstückserschließung, Aufbau der Finanzierung und Personalbedarfsfragen sind die Haupthindernisse.
2001
zu Beginn des Jahres wird das Kontaktzentrum vergrößert und das Angebot für Kinder und Jugendliche erweitert. Weitere Gruppen von Straßenbanden werden erreicht.
2004
Christiane Mohr ergänzt als Sozialarbeiterin das Team der SH.
2008
Das CATI zieht in neue Räumlichkeiten.
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