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In einem von staatlicher Seite zur Verfügung gestellten Haus wurde im Februar 2004 ein eigenes Rehabilitationsprogramm in El Alto eröffnet.
Das Rehaheim hat eine Kapazität von ca. 30 Straßenjungs bzw. drogen- und alkoholabhängige junge Männer.
Diese werden in einer 1. Rehabilitationsphase für ca. 1 Monat lang in unserem Haus betreut.
Die meisten Jugendlichen und Männer werden in einem sehr schlechten Allgemein- und Gesundheitszustand von der Straße geholt und in das Heim aufgenommen. Dort werden sie von unserem Arzt medizinisch versorgt und erhalten neben einer ausgewogenen Ernährung auch notwenige Dinge für den Alltag (Kleidung, Seife, Zahnbürste und Zahnpasta,…).
Ziel ist es, die Menschen in allen Bereichen ihres Lebens zu stabilisieren, sie in ihrem Prozess der Rehabilitation zu stärken und zu motivieren.
Tägliche Bibelandachten, persönliche Begleitung und seelsorgerliche Gespräche gehören ebenso zum täglichen Programm.
Um den Prozess der Rehabilitation zu unterstützen gibt es zusätzlich Gruppen- und Arbeitstherapie.
Zur Arbeitstherapie gehören unter anderem das Backen von Brot und das Herstellen kleinerer Holzarbeiten, die dann zum Verkauf angeboten werden.
Nach Abschluss dieser ersten Phase, werden die Männer an weiterführende Rehaprogramme in verschiedene Städte in Bolivien vermittelt und führen dort den Prozess der Rehabilitation weiter.
Für die Rehabilitanten, die ein Programm in solch einer Institution erfolgreich abgeschlossen haben gibt es die Möglichkeit, in unser Heim zurückzukehren, um dort ihren Prozess der Wiedereingliederung zu beginnen. Auf der Suche nach einer Arbeitsstelle und einer Wohnmöglichkeit werden sie von einem Mitarbeiter der Soforthilfe begleitet.
Seit Beginn unserer Arbeit verfolgen wir das Ziel ein eigenes Heim zur Rehabilitation für Straßenkinder unter 12 Jahren die alkohol- oder drogenabhängig sind, aufzubauen. Obwohl die Baupläne bereits fertig sind und ein Grundstück vorhanden ist, bleiben für die Verwirklichung noch einige große Hürden zu nehmen.
2008: Neue Leitung für Martin Lipa
Im Herbst 2008 konnte die Soforthilfe Franklin Funes als neuen Leiter für unser Rehabilitationszentrum Martin Lipa gewinnen. Er war selbst Jahre lang in Alkohol und Drogen verstrickt und gehörte Straßenbanden an. Erst durch den Glauben an Jesus, den er in einem Rehabilitations-zentrum kennenlernte, erfuhr er Befreiung. Später wurde er zuerst Mitarbeiter, dann Leiter verschiedener Rehabilitationszentren in Bolivien.
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