Kontaktzentrum


Im Mittelpunkt der Soforthilfe – Arbeit steht die Betreuung der Kinder auf den Straßen und Plätzen der Stadt. Zentraler Teil der Arbeit war der 1999 begonnene Betrieb eines Kontaktzentrums inmitten der Andenmetropole.
Im April 2010 musste das Kontaktzentrum leider geschlossen werden. Die Anwohner haben erreicht, dass uns durch den Vermieter die Kündigung ausgesprochen wurde. So wird es vorübergehend kein entsprechendes Angebot für die Menschen der Straßen geben können. Unsere Mitarbeiter suchen nun nach Alternativen, die sich sicherlich finden lassen werden. Ende Mai 2010 wurden die Räumlichkeiten des CDO = „Centro de Operacion“ eingeweiht, das allerdings nur als Zentrale für die Mitarbeiter dient.

 Unser Team



Bisherige Arbeit


Das 1999 eröffnete Kontaktzentrum
wurde Anfang 2001 großzügig erweitert. Diese Einrichtung in der Innenstadt war eine Art Anlaufstelle, ein Zentrum für Kontakte mit obdachlosen Kindern und Erwachsenen aller Art.

kontaktzentrum18

Das Kontaktzentrum wurde täglich von 70-100 Menschen besucht und diente vielen Kinder, Jugendlichen und auch Erwachsenen als Anlaufstelle, um einen Rehabilitationsprozess zu beginnen. Teil des Kontaktzentrums war eine medizinische Ambulanz, in der unser Arzt die Menschen medizinisch behandelt. Neben Beratung in Fragen der Hygiene und Ernährung liegt der Schwerpunkt auf der Prävention von Krankheiten sowie von Alkohol- und Drogenkonsum bei den Minderjährigen.
Täglich werden hier ca. 20 Personen medizinisch versorgt.


kontaktzentrum5


Aktivitäten/Angebote im Kontaktzentrum:



• Medizinische Versorgung
• Möglichkeit zum Wäschewaschen
• Hygiene (warme Duschen / Babypflege)
• Nahrungsmittel
• Tägliche Andachten
• Gespräche, Orientierung und seelsorgerliche Begleitung
• Malen, basteln, didaktische Spiele, kreative Aktivitäten
• Videos, Theater
• Anlaufstelle für jegliche Probleme (Beerdigungen, Erledigen persönlicher Dokumente, Überführung in Rehazentren und Krankenhäuser, usw.)

kontaktzentrum16


Seit dem Jahre 2001 wurde eine eine große Zahl Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die auf der Straße leben, in unserem Kontaktzentrum betreut. Manche, die uns besuchen kommen und bessere Lebensbedingungen haben, berichten, dass sie aufgrund der „geistlichen Nahrung“ kommen und nicht aufgrund der kleinen Mahlzeit, die im Kontaktzentrum ausgeteilt wird. Zenón, ein älterer, fast blinder Mann, kommt fast jeden Tag ins Kontaktzentrum. Hier, in der Gegenwart Gottes fühlt er sich wohl, sagt er mit Tränen in den Augen.